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08 | 02 | 2012
Betriebssektion Du Pont: DPS PDF Imprimer Envoyer
Écrit par Armand Wildanger   
Jeudi, 25 Mars 2010 14:29

Chimp_Looking_RightMan soll nicht glauben, dass es sich hier um das DuPont Pausen-System handelt, sondern man muss sich schon fragen ob es sich nicht vielleicht zu einem DuPont Pannen-System entwickeln wird.
Nachdem nach Jahren das Toyota-System bewiesen hat, dass man sich kaputt sparen kann, weil man allzu viel und an den falschen Enden Arbeitsabläufe rationalisiert hat, wurde das System nun von DuPont entdeckt. Nachdem sorgfältig ausgewählte Mitarbeiter/innen  eine Art Dschungelcamp-Training absolviert haben, welches stark an die Ausbildungsmethoden einer weltweit bekannten Sekte erinnert, die nur einen Wert verehrt, nämlich den des Kapitals, wird mit großem finanziellem Aufwand versucht die Mitarbeiter zu überzeugen, dass dieses Programm ihnen auf allen Ebenen helfen soll die Arbeitsabläufe und die Arbeit zu erleichtern. Was keiner veröffentlicht ist, dass wenn die Arbeitsabläufe vereinfacht und weniger Zeit notwendig ist um dies zu bewerkstelligen, hinten an dieser Kette  Ressourcen übrig bleiben welche nach und nach abgebaut werden.
Man kann sich schon Sorgen machen wenn ein relativ großer Anteil an aktiven Gewerkschaftsmitgliedern sich so einfach von einem System überzeugen lässt und selbst eingebunden ist ohne sich eigene Gedanken über den wahren Zweck solcher Programme zu stellen und die Hintergründe solch eines Programms zu hinterfragen. Sicher man kann DuPont in erster Linie nicht unterstellen dass sie kurzfristig Arbeitsplätze abbauen wollen, aber Programme dieser Art werden gestartet mit dem Ziel um Geld einzusparen und um die  Fixkosten zu reduzieren, also vordergründig um Arbeitsplätze abzubauen. Jeder eingesparte Cent kommt schlussendlich nur den Aktionären zu Gute aber wie so oft werden die Arbeitnehmer wieder leer ausgehen denn die sogenannte Absicherung der Arbeitsplätze ist leeres Gerede und wird sehr oft als Druckmittel benutzt um das Personal einzuschüchtern und um kritische Fragen zu vermeiden. Es ist schon paradox dass unsere Mitarbeiter das auch noch selbst mit guten Ideen in die Wege leiten sollen und sich selbst besser durch Mehrarbeit auslasten sollen.
Die Aussagen in den Meetings waren sehr deutlich: Zeitabläufe welche vorher X – Stunden in Anspruch nahmen, hatten nach der Einführung von DPS nur mehr einen Bruchteil des Zeitaufwands „und lassen so die geäußer- ten Befürchtungen in naher Zukunft sicher zur  Realität werden. Man kann Arbeitsplätze auch abbauen wenn man Abgänge einfach nicht mehr ersetzt.

Seit ein paar Jahren versucht man die Mitarbeiter bei Tarifrunden mit Peanuts abzuspeisen bzw. versucht man sogar Minus-Runden durchzusetzen, streicht man Picknick, sowie klammheimlich die Nikolausbescherung und unsere Führungskräfte  wissen vor lauter Bonuszahlungen nicht mehr, was sie mit dem vielen Geld anfangen sollen. Ein  Belohnungssystem für ideenreiche Mitarbeiter, welches die Einsparungen dieser Ideen keineswegs in Rechnung zieht, hat dazu geführt, dass gute Ideen immer mehr ausblieben, weil sie ihren Autoren außer viel Arbeit nicht viel einbrachten.

Aber was soll man von Führungskräften und deren Projekt halten, wenn sich diese in Werbefilmchen zu DPS als Dschungelcamp-Affen, Eisenbahnclowns und singende Jazzband darstellen lassen müssen.

Man kann sich da schon so seine Gedanken machen.

Mise à jour le Mercredi, 28 Avril 2010 15:59
 

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