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08 | 09 | 2010
Generalversammlung der Regionalsektion Süden PDF Drucken E-Mail
Gewerkschaft
Geschrieben von: Armand Wildanger   
Mittwoch, den 24. März 2010 um 18:23 Uhr

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. März 2010 um 22:58 Uhr
 
Dreierrunde PDF Drucken E-Mail
Presse
Geschrieben von: Armand Wildanger   
Mittwoch, den 17. März 2010 um 15:44 Uhr

ChairsMorgen werden die ersten Dreiergespräche stattfinden, deren die, laut Teilnehmer, unter dem Zeichen der Rettung des luxemburger Sozialmodells stehen sowie einen Ausweg aus der Krise finden sollen.

Wieder einmal finden diese Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es ist unverständlich, wie die auserwählten Sozialpartner vorgeben können, die Interessen der Öffentlichkeit zu vertreten, diese aber gleichzeitig ausschließen um sie am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Wir warnen die Arbeitgeberverbände eindringlich davor, die Krise zu benutzen, um tabula rasa mit den sozialen Errungenschaften zu treiben, jene Errungenschaften die so spärlich geworden sind, dass wir uns kaum noch von unseren europäischen Nachbarn attraktiv unterscheiden können.

Jede Krise verleitet die Arbeitgeberverbände dazu, nach größerem Wirtschaftswachstum und mehr Konkurrenzfähigkeit zu schreien: Immer schneller, weiter höher. Dabei endet jeder Zuwachs an  Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen im Abbau sozialer Errungenschaften der Arbeitnehmer und Rentner.

Als sei das Wirtschaftswachstum endlos schreien jene, die die Krise verschuldet haben, und zwar durch hemmungslose Profitgier, losgelöst von jedwedem Anstand und sozialer Ethik, nach immer mehr Wachstum und Profit, obwohl ihr Modell kläglich gescheitert ist. Das verstehe wer wolle!

So will denn das Luxemburger Patronat das Sozialmodell retten, indem es es versenkt, und die sozialen Errungenschaften aufrechterhalten, indem es sie abschafft. Sehr überzeugend!

Welch tyrannische Sentimentalität der Arbeitgeberverbände, die kommenden Generationen in die Waagschale zu schmeißen, ist es doch die aktuelle Arbeitnehmerschaft, die die Krise voll zu spüren bekommt und die hier aufgeopfert werden soll, auf dem Altar der Rückkehr zu den altgewohnten Werten der Profitgier und der finanziellen Zügellosigkeit.

Die Gewerkschaften, die an der Dreierrunde teilnehmen schreien im Vorfeld noch lauthals, wie Kolkraben, um sich Mut zu machen. Es geht je um nichts, noch nicht! Sie sind zum Erfolg verdammt, ansonsten ihre Glaubwürdigkeit endgültig den Bach runter geht, wofür wir als Oppositionsgewerkschaft sorgen werden! Die Erfahrungen aus dem Jahre 2006, wo die Rettung der Lohnanpassung sich letzten Endes nur auf das Schreien im Vorfeld der Verhandlungen begrenzte, stempelt die jetzigen Gespräche zur allerletzten Gelegenheit für die repräsentativen Gewerkschaften, sich von der damaligen Lüge freizukaufen.

Jeglicher Angriff auf die Lohnindexierung oder die Kaufkraft im Allgemeinen, die soziale Sicherheit oder die Absicherung der Arbeitsplätze wird, im Angesicht der hochgesteckten Versprechungen vor den Dreiergesprächen, besonders aber bei der Massenkundgebung am 16. Mai 2009, als Versagen gewertet werden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. März 2010 um 16:43 Uhr
 
Das Wettbewerbsfähigkeitsgespenst PDF Drucken E-Mail
News
Geschrieben von: Armand Wildanger   
Freitag, den 19. März 2010 um 10:37 Uhr

moneyIm Rahmen der Dreiergespräche zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung wird Ihnen nicht entgehen, dass die Arbeitgeberverbände stets mehr Wettbewerbsfähigkeit fordern, da sie darin den Ausweg aus der Krise wähnen.

Es ist die Mühe wert, dieses gelehrte Wort aus dem Munde all dieser Experten genauer zu untersuchen.

Die Wettbewerbsfähigkeit ist die Fähigkeit eines Betriebs (im weiteren Sinne) oder eines Landes, seine Marktanteile auf dem nationalen wie internationalen Markt zu steigern. Die Wettbewerbsfähigkeit besteht aus zwei Teilen: Die preisgebundene Wettbewerbsfähigkeit  und die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit. Die preisgebundene Wettbewerbsfähigkeit ist die Fähigkeit, billigere Produkte als die Konkurrenz auf dem nationalen Markt sowie zum Export anzubieten.

Die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit ist die Fähigkeit, Produkte unabhängig von ihrem Preis an den Kunden zu bringen. Hier wird eine komplette Produktpalette angeboten, die der Diversität der Einkommen und der Wünsche der Kunden entspricht.

Die preisgebundene Wettbewerbsfähigkeit besteht aus folgenden Elementen:

  • die Profitmargen
  • Wechselkurse (je höher der Euro umso schwerer ist es, die Produkte zu exportieren)
  • Produktionskosten (welche die Gehälter beinhalten)

Die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit besteht u.a aus folgenden Elementen:

  • Organisation der Produktion und der Arbeit
  • Forschung und Entwicklung, Patente...
  • Innovation und technischer Fortschritt
  • Wirtschaftspolitik

Die Experten sind sich einig, dass die preisabhängige Wettbewerbsfähigkeit (welche die Gehälter und Löhne beinhaltet) kurzfristige Folgen hat, während die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit langfristig ihre Früchte trägt.

Soviel zur Theorie.

Wir stellen fest, dass die luxemburger Arbeitgeber eine sehr beschränkte Auffassung der Wettbewerbsfähigkeit an den Tag legen, indem sie sich auf die Löhne der Arbeitnehmer begrenzen.

Wir haben gesehen, dass die Gehälter kurzfristig wirken, da wir aber einen Dauerhaften Weg aus der Krise finden sollten, müssen die Änderungen die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit betreffen, was den Betrieben größere Anstrengungen abverlangt.

Diese Lohnbezogenen Erwägungen verführen die Arbeitgeber dazu, unsere Löhnen mit jenen der Polen und Tschechen zu vergleichen. Dabei vergessen sie, dass die polnischen und tschechischen Arbeitnehmer keine Mieten, Darlehen, Autos und sonstige Güter in Luxemburg zahlen, alles "Produkte", die den luxemburger Betrieben finanziell nutzen. Auch sollte man nicht vergessen, dass die Betriebe in Polen und Tschechien keine luxemburger Mehrwert- und Gewerbesteuer zahlen.

Die luxemburger Löhne nach unten zu drücken wird den gewünschten Effekt erhöhter Wettbewerbsfähigkeit nicht bringen. Im Gegenzug wird dies Luxemburg in eine menschliche Wüste verwandeln.

Testen Sie einmal die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit der luxemburger Unternehmen indem Sie versuchen, per Internet einzukaufen. Sie werden feststellen, dass Luxemburg in diesem Bereich zu den Entwicklungsländern zählt: Schlechte oder inexistente Internetseiten, fehlende Produktpalette, etc....

Bevor die Betriebe also die Löhne der Arbeitnehmer angreifen, sollten sie zuerst ihre Hausaufgaben machen. Es sollte nicht die einfachste Lösung gesucht werden, da diese mit Sicherheit den sozialen Frieden gefährdet.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. März 2010 um 09:24 Uhr
 
Nationalrepräsentative Gewerkschaften: Schlechtes Omen für die Dreiergespräche PDF Drucken E-Mail
News
Geschrieben von: Armand Wildanger   
Donnerstag, den 11. März 2010 um 15:58 Uhr

Cargolux

Der Streit der beiden Gewerkschaften ogbl und lcgb im Rahmen der Tarifverhandlungen bei Cargolux verheißt nichts Gutes für die kommenden Dreiergespräche.

Hier werden auf dem Rücken des betroffenen Personals Machtkämpfe ausgeübt, die einer nationalrepräsentativen Gewerkschaft unwürdig sind.

In Krisenzeiten, in denen die Arbeitgeber mehrmals bewiesen haben, dass sie an einem Strang ziehen, haben unsere "verantwortungsbewussten Großgewerkschaften" nichts besseres zu tun, als sich in (macht)politische Spielchen zu verwickeln.

Dieses Trauerspiel verheißt nichts Gutes für die Arbeitnehmer, deren Geschicke auf Regierungsgeheiß für die nahenden Dreiergespräche einzig und alleine von diesen "Großgewerkschaften" abhängen.

Vae victis!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. März 2010 um 16:38 Uhr
 
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