|
PRESSEMITTEILUNG vom 5. August 2009
Angesichts der Gehälterrevision beim Staat hat der Generalsekretär der Staatsbeamtengewerkschaft CGFP heute in der Öffentlichkeit vorgegeben, ein Hauptargument seiner Gewerkschaft, die von der Regierung geplanten Reduzierung der Anfangsgehälter für zukünftige Beamten abzulehnen sei die Tatsache, dass er keine Vorlage liefern will, die genutzt würde, im Privatsektor ebenfalls die Anfangsgehälter zu kürzen.
Wir sind der Meinung, Herr Wolff treibt hier ein gefährliches Spiel.
Wenn er glaubhaft erscheinen und nicht in Heuchelei verfallen will, so darf er die Lage im Privatsektor nicht nur dann als Referenz nutzen, wenn sie seinen Zwecken dient.
Er sollte bei den Verhandlungen um die Gehälterreform dann auch nicht vergessen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise als Nebeneffekt der verlorenen Arbeitsplätze sowie der Teilzeitarbeitslosigkeit – die nur den Privatsektor betreffen- eine Reduzierung der globalen Steuereinnahmen mit sich bringt.
Schließlich sind es mehrheitlich diese Steuereinnahmen, die die Gehälter beim Staat finanzieren.
Desweiteren sei gesagt, dass vielerorts im Privatsektor diese Anfangsgehälter für Neueinstellungen schon längst gekürzt sind. Als Beispiel sei hier nur die Goodyear-Dunlop erwähnt.
Die ngl-snep begrüßt die Fürsorge, die die CGFP heute dem Privatsektor entgegenbringt, hat diese jedoch 2006 bei den Index- und Rentenmanipulationen sowie bei der Einführung des Einheitsstatuts vermisst.
|