| Dreierrunde |
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| Geschrieben von: Armand Wildanger |
| Mittwoch, den 17. März 2010 um 15:44 Uhr |
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Wieder einmal finden diese Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es ist unverständlich, wie die auserwählten Sozialpartner vorgeben können, die Interessen der Öffentlichkeit zu vertreten, diese aber gleichzeitig ausschließen um sie am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wir warnen die Arbeitgeberverbände eindringlich davor, die Krise zu benutzen, um tabula rasa mit den sozialen Errungenschaften zu treiben, jene Errungenschaften die so spärlich geworden sind, dass wir uns kaum noch von unseren europäischen Nachbarn attraktiv unterscheiden können. Jede Krise verleitet die Arbeitgeberverbände dazu, nach größerem Wirtschaftswachstum und mehr Konkurrenzfähigkeit zu schreien: Immer schneller, weiter höher. Dabei endet jeder Zuwachs an Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen im Abbau sozialer Errungenschaften der Arbeitnehmer und Rentner. Als sei das Wirtschaftswachstum endlos schreien jene, die die Krise verschuldet haben, und zwar durch hemmungslose Profitgier, losgelöst von jedwedem Anstand und sozialer Ethik, nach immer mehr Wachstum und Profit, obwohl ihr Modell kläglich gescheitert ist. Das verstehe wer wolle! So will denn das Luxemburger Patronat das Sozialmodell retten, indem es es versenkt, und die sozialen Errungenschaften aufrechterhalten, indem es sie abschafft. Sehr überzeugend! Welch tyrannische Sentimentalität der Arbeitgeberverbände, die kommenden Generationen in die Waagschale zu schmeißen, ist es doch die aktuelle Arbeitnehmerschaft, die die Krise voll zu spüren bekommt und die hier aufgeopfert werden soll, auf dem Altar der Rückkehr zu den altgewohnten Werten der Profitgier und der finanziellen Zügellosigkeit. Die Gewerkschaften, die an der Dreierrunde teilnehmen schreien im Vorfeld noch lauthals, wie Kolkraben, um sich Mut zu machen. Es geht je um nichts, noch nicht! Sie sind zum Erfolg verdammt, ansonsten ihre Glaubwürdigkeit endgültig den Bach runter geht, wofür wir als Oppositionsgewerkschaft sorgen werden! Die Erfahrungen aus dem Jahre 2006, wo die Rettung der Lohnanpassung sich letzten Endes nur auf das Schreien im Vorfeld der Verhandlungen begrenzte, stempelt die jetzigen Gespräche zur allerletzten Gelegenheit für die repräsentativen Gewerkschaften, sich von der damaligen Lüge freizukaufen. Jeglicher Angriff auf die Lohnindexierung oder die Kaufkraft im Allgemeinen, die soziale Sicherheit oder die Absicherung der Arbeitsplätze wird, im Angesicht der hochgesteckten Versprechungen vor den Dreiergesprächen, besonders aber bei der Massenkundgebung am 16. Mai 2009, als Versagen gewertet werden. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. März 2010 um 16:43 Uhr |



Morgen werden die ersten Dreiergespräche stattfinden, deren die, laut Teilnehmer, unter dem Zeichen der Rettung des luxemburger Sozialmodells stehen sowie einen Ausweg aus der Krise finden sollen.
