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22 | 05 | 2012
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Geschrieben von: Armand Wildanger   
Dienstag, den 27. September 2011 um 14:06 Uhr

ARCELORMITTAL : WERKSSCHLIESSUNGEN IN SCHIFFLANGE UND RODANGE

Die Exekutive der ngl-snep hat in ihrer gestrigen Sitzung Stellung bezüglich der genannten Werksschließungen bezogen. Die ngl-snep zeigt sich nicht sonderlich über die Schließungen überrascht, ist aber vom Zeitpunkt und der Brutalität der Art und Weise schockiert.

In der Tat ist es so, dass die Schließungen die Insider sowie die meisten Arbeitnehmer nicht überaschen. Diese haben schon seit 2 Jahren den Eindruck, dass absichtlich nicht mehr in diese Werke investiert wird und dass die Schließungen nur eine logische Konsequenz dieser Tatsache sind.

Diejenigen, die den Reden des Premierministers und Lakshmi Mittals zugehört haben, wissen, dass Erstere eine Abschiedsrede war und letztere ausschließlich den Aktionären von ARCELORMITTAL das Wasser auf die Mühlen bringen sollte.

Die Gewerkschaften OGBL und LCGB haben bewiesen, dass sie mit im Boot sitzen, da sie das Ende der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des Betriebs am 15. September abwarteten, um ihren Protestbrief an  Poupart-Lafarge erst am 16. September abzuschicken.

Die Schließungen zeigen auch unmissverständlich, dass die luxemburger Politik unfähig ist, Luxemburger Interessen zu wahren. Der Wirtschaftsminister Jeannot KRECKE zeigt sich überrascht über die Schließungen, sitzt aber zugleich im „Board of Directors“ der Firma. Gleichzeitig gehört der Erbgroßherzog zu diesem Gremium, wohl eher aber zu Image-Zwecken.

Der Luxemburger Michel WURTH gehört ebenfalls zum „Group Management Board“.

Diese Persönlichkeiten hatten kein schlechtes Gewissen, an der Show der Feierlichkeiten teilzunehmen, obwohl sie wussten, dass die Werke in Salamitaktik geschlossen würden.

Wir fordern die Politik auf, den Arbeitnehmern die Wahrheit zu sagen und die Ankündigungen der Konsequenzen dieser Schließungen nicht bis nach den Wahlen zu vertagen.

Alle diejenigen, die an der Feier teilnahmen und Bescheid wussten, haben die Arbeitnehmer betrogen.

Die etwa 600 betroffenen Arbeitnehmer müssen sofort über  ihr Schicksal aufgeklärt werden. Die Tatsache, dass die allermeisten Grenzgänger sind, dürfte der Regierung entgegen kommen.

Die Allgemeinheit muss unverzüglich darüber aufgeklärt werden, was diese Schließungen weiterhin für die von den Werken abhängeigen Betrieben wie z.B. CFL-CARGO bedeuten.

Andernfalls liegt die Verantwortung bei der unfähigen Regierung, und dies muss Konsequenzen haben. Es darf nicht sein, dass die Zeche einzig und allein von den Arbeitnehmern bezahlt werden muss.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 14:09 Uhr
 

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