| Vetternwirtschaft im Parlament und in der Regierung |
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| Geschrieben von: Armand Wildanger |
| Samstag, den 07. Mai 2011 um 10:52 Uhr |
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Nein, wir haben uns nicht zum Katholizismus konvertiert: Wir beharren auf unsere politische Neutralität und Unabhängigkeit, die es uns erlauben, jede politische Couleur zu kritisieren oder zu loben (was selten vorkommt, mangels Gründen). Der Auszug aus Psalm 127:2 passt jedoch zum jüngsten Fehltritt der christlich-sozialen Regierungspartei wie die Faust aufs Auge. Hier die Fakten: Durch den Tod eines Abgeordneten rutscht eine junge angehende Sportlehrerin ins Parlament nach. Das Mandat eines Abgeordneten ist gesetzlich mit einer Beamtenlaufbahn inkompatibel. Somit kann die junge Frau also ihren Lehrgang als Sportlehrerin nicht abschließen und sich dem Schlussexamen stellen, um in die Beamtenlaufbahn zu treten. Der Fraktionschef der christlich-sozialen Partei, früherer Direktor der Bankenvereinigung hat öffentlich mitgeteilt, dass "man" von der jungen Frau nicht erwarten könne, den Lehrgang (2 Jahre) nachzuholen, sollte ihr Abgeordnetenmandat in einigen Jahren zu Ende kommen. Desweiteren könnten ja die anderen Lehrgangteilnehmer sich auch wählen lassen, um die Beamtenlaufbahn ohne Lehrgang einzuschlagen. Mit Gutheißen der Regierung wird also kurzerhand entschieden, der Abgeordneten den Lehrgang zu schenken. Ein Musterbeispiel an öffentlicher Moral! Es fällt besonders die relative Zurückhaltung der Oppositionsparteien auf, welche sich wohl den Joker sparen um ihn bei Gelegenheit für ihre eigenen Zwecke auszuspielen. So gehet nun schön brav zur Arbeit, ihr Grenzgänger, die ihr seit kurzem auf die Familienzulagen in Luxemburg verzichten dürft, arbeitet, ihr Luxemburger, denen die Politik eine Verdoppelung des Wasserpreises zumutet! Voran, ihr Arbeitnehmer, für Mindestlohn, bei Tag, bei Nacht und dass Ihr ja die Spielregeln respektiert. Sie werden festgestellt haben, dass wenn es darum geht, den systematisch illegalen Praktiken mancher Arbeitgeber ein Riegel vorzuschieben, die Entgleisung unseres Rechtssystems zu vermeiden, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit wieder herzustellen, die öffentliche Moral zu wahren und die Solidarität; kurz gesagt all die Dinge, die man von der Politik im Allgemeinen erwarten dürfte, dass dann unsere gut bezahlten ( in der Liga über 10.000€ im Monat) Volksvertreter Rauten winken da sie anscheinend vorrangig damit beschäftigt sind, ihre eigenen Gesetzte zu machen und die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz zu ihren eigenen Zwecken veruntreuen. Solche Aussagen eines Vorsitzenden einer Regierungspartei sind unerträglich und können nicht hingenommen werden. Räumen Sie den Platz und gehen Sie Ihrer Wege!
___________________________ credits to anankkml, photographer |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Mai 2011 um 20:39 Uhr |




