Die Beiträge und die Eigenbeteiligung werden erhöht.
Der Vorstand der CNS (Gewerkschaften, Arbeitgeber, Gesundheitskasse) haben entschieden, die Beiträge für die Gesundheitskasse um 0,1% für die Arbeitnehmer wie für die Arbeitgeber zu erhöhen.
Die Eigenbeteiligung wird für folgende Leistungen erhöht:
- Arzthonorare - Preise für Medikamente - Poliklinik - Krankenhausaufenthalt (+50%) - Brillengestelle werden nur noch mit 30€ übernommen - Sterbegeld wird reduziert...
Die Gewerkschaften bedauern, die Arbeitgeber drohen mit dem Ausstieg aus dem Krankenkassensystem.
Die Erhöhungen wurden mit den Stimmen des Vorsitzenden der CNS und eines Vertreters der Bauern gestimmt. Auch wenn wir die Wahlfreiheit respektieren, so fragt man sich doch, warum die Bauern gegen die Interessen der Arbeitnehmer agieren, profitieren diese doch im Rahmen der PAC von Subventionen in Höhe von 325 Millionen Euro, die der in Luxemburg arbeitende Steuerzahler bis 2013 hinblättern muss.
Die Gewerkschaften im Vorstand der CNS (wir gehören nicht dazu) haben sich für die Erhöhung der Eigenbeteiligung ausgesprochen (trotz Ihres Bedauerns???) mahnen aber, dass die Leistungserbringer (Ärzte...) ebenfalls zur Kasse gebeten werden müssen.
Politischer Kuhhandel also!
Wichtig auch zu wissen, wofür nicht gestimmt wurde: Die Beiträge bleiben auf 5 Mal den Mindestlohn begrenzt. D.h. dass Arbeitnehmer, die mehr als 8.500€ pro Monat verdienen, auf dem Teil über 8.500€ keine Beiträge zahlen müssen. Diese Maßnahme hätte der Kasse 180 Millionen Euro eingebracht, während die aktuellen Maßnahmen etwa 85 Millionen Euro einbringen.
Aber vielleicht ist man der Meinung, dass die Leute mit Gehältern über 8.500€ es nicht verkraften könenn, 0,1% davon abzutreten.
Es lebe die Solidarität!
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